In diesem Artikel erfahren Sie die Basics rund um Marketing im Gesundheitswesen und wie Sie Schritt für Schritt eine Strategie aufbauen, die auch in Ihren Alltag passt.
Marketing im Gesundheitswesen: Ein Einstieg für Ihre Praxis
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Die Autoren

Frank

Kristin
In diesem Artikel erfahren Sie die Basics rund um Marketing im Gesundheitswesen und wie Sie Schritt für Schritt eine Strategie aufbauen, die auch in Ihren Alltag passt.
Marketing im Gesundheitswesen besser verstehen – und gezielt für Ihre Ziele nutzen
Lange Zeit galt Marketing im Gesundheitswesen als zweitrangig. „Die Patienten kommen ja sowieso“ – so die Annahme vieler Praxen.
Doch heute sieht das anders aus: Der Wettbewerb ist hoch, Patienten informieren sich überwiegend online, und moderne Kommunikation entscheidet oft darüber, welche Praxis den Zuschlag erhält.
Wer den Einstieg ins Marketing wagt, verschafft sich deshalb einen klaren Vorteil: Sie machen Ihr Leistungsangebot sichtbar, bauen Vertrauen auf und positionieren sich langfristig erfolgreich am Markt.
Doch beginnen wir erstmal mit den Grundlagen:
Was ist eigentlich Marketing, was ist Sales und wie hängt alles zusammen?
Wer im Gesundheitswesen sichtbar sein will, braucht ein klares Verständnis dafür, wie Außenkommunikation funktioniert. Denn Marketing, Sales und Patientenbindung greifen heute enger ineinander als je zuvor.
Was bedeutet Marketing im Gesundheitswesen?
Marketing ist der erste Schritt: Es umfasst alle Maßnahmen, die Aufmerksamkeit erzeugen – etwa durch eine gezielte Online-Präsenz, ein klares Branding oder Kampagnen, die auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe einzahlen.
Das Ziel: Sichtbarkeit schaffen und potenzielle Patienten oder Partner auf Sie aufmerksam machen (Awareness).
Und was ist Sales?
Sales, oder im Gesundheitskontext oft als Beratung verstanden, beginnt dort, wo die Aufmerksamkeit in echtes Interesse übergeht. Hier geht es darum, Vertrauen aufzubauen, Fragen zu beantworten und Orientierung zu geben, damit aus einem ersten Impuls eine konkrete Entscheidung wird (Attraction).
Nach dem ersten Kontakt ist aber längst nicht Schluss, im Gegenteil: Jetzt beginnt der vielleicht wichtigste Teil der Kommunikation. Denn echte Patientenbindung entsteht durch konsequente Nachbetreuung, offene Kommunikation und langfristige Beziehungspflege (Retention).
Wichtig:
Ob Klinik, Praxis oder HealthTech-Unternehmen: Marketing im Gesundheitswesen funktioniert nur dann nachhaltig, wenn alle drei Phasen zusammenspielen und mit einer Strategie verknüpft sind, die zu Ihrer Organisation passt.

Außenkommunikation früher vs. heute
Früher reichte ein Praxisschild, eine Broschüre oder Empfehlungen zufriedener Patienten. Die Kommunikation war lokal, einseitig und lebte von persönlicher Bekanntheit.
Heute entsteht der erste Eindruck meist online: über Websites, Social Media, Kampagnen oder Bewertungen.
Sichtbar zu sein bedeutet, Inhalte zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitzustellen.
Und auch die Erwartungen an Kommunikation haben sich verändert. Menschen möchten mitreden, sich informieren, sich verstanden fühlen – und zwar über alle digitalen Berührungspunkte hinweg.
Entscheidend dabei: Authentizität schlägt Perfektion. Patienten vertrauen echten Einblicken mehr als Hochglanz-Werbung. Sie wollen verstehen, wer hinter einer Praxis steht und warum sie genau dort gut aufgehoben sind.
Tipp:
Zeigen Sie Persönlichkeit, erzählen Sie Geschichten aus dem Alltag und machen Sie sichtbar, was Ihre Praxis besonders macht – mit klarer Haltung und echtem Mehrwert.
Genau das bedeutet moderne Außenkommunikation.

Phase 1: Aufmerksamkeit erzeugen – Marketing (Attention)
Bevor jemand Sie kontaktiert, muss diese Person überhaupt wissen, dass es Sie gibt und was Sie anbieten. Genau hier setzt Marketing im Gesundheitswesen an: Es sorgt dafür, dass Sie von den richtigen Menschen zur richtigen Zeit gefunden werden.
Ob potenzielle Patienten, Zuweiser oder Kooperationspartner – sie alle beginnen ihre Suche online. Deshalb braucht es strategische Maßnahmen, die Ihre Sichtbarkeit steigern und Vertrauen bereits im ersten Schritt aufbauen:
Und so gelingt’s:
Tipp:
Prüfen Sie regelmäßig, über welche Kanäle neue Patienten tatsächlich auf Ihre Praxis aufmerksam werden. So erkennen Sie, welche Maßnahmen wirken und können Ihr Marketing gezielt darauf aufbauen.

Um beim Marketing im Gesundheitswesen wirklich erfolgreich zu sein, muss man die eigene Zielgruppe kennen – oder genauer gesagt: die Wunschpatienten.
Wie Sie diese definieren und warum das so wichtig ist, erfahren Sie in unserem Artikel: „Wunschpatienten: Warum Ihre Praxis nicht für jeden da sein muss”.
Phase 2: Interesse wecken & Vertrauen aufbauen – Sales (Attraction)
In dieser Phase geht es darum, Interessenten nicht zu verlieren, sondern sie gezielt abzuholen. Oder anders gesagt: aus Klicks werden Kontakte.
Was dabei den Unterschied macht:
Wichtig:
Sales im Gesundheitswesen bedeutet nicht „verkaufen“, sondern: beraten, Orientierung geben und Vertrauen schaffen.
Achten Sie also darauf, Ihre Leistungen verständlich zu erklären, individuelle Fragen ernst zu nehmen und auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Phase 3: Beziehung stärken – Kundenbindung (Retention)
Nach dem ersten Kontakt ist nicht Schluss, im Gegenteil: Jetzt beginnt der Teil, der über langfristigen Erfolg entscheidet. Denn nachhaltiges Marketing im Gesundheitswesen endet nicht bei der Terminvergabe, sondern baut auf echte Patientenbindung.
Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und zu halten – durch verlässliche Kommunikation, Nähe und Wiedererkennung.
Dabei helfen zum Beispiel:
Warum ist also Retention so wichtig?
Weil bestehende Patienten treu bleiben und Sie aktiv weiterempfehlen.
Und weil Vertrauen Unsicherheiten reduziert und Behandlungen erfolgreicher macht.

Sie möchten wissen, wie die Zukunft des Gesundheitsmarketings aussieht?
In unserem Artikel „Die wichtigsten Healthcare Marketing Trends 2026 im Überblick” haben wir uns die wichtigsten Entwicklungen genauer angeschaut und zeigen Ihnen, wie Sie damit umgehen können.
Fazit
Erfolgreiches Marketing im Gesundheitswesen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines klaren, strategischen Zusammenspiels:
Erst wenn alle drei Phasen ineinandergreifen, entsteht eine Außenkommunikation, die wirkt – und zwar langfristig.
Bei MedDirection unterstützen wir Sie dabei in jeder Phase.
Mit fundierter Beratung, passgenauem Content und digitalen Lösungen, die wirklich zu Ihnen passen.
Antworten auf wichtige Fragen
FAQ rund um Sales & Marketing im Gesundheitswesen
Es geht dabei nicht um Werbung im klassischen Sinne, sondern um Sichtbarkeit, Vertrauen und Beziehung – vor allem dort, wo Patienten, Kunden oder Partner heute suchen: online.
Denn auch wenn Sie eine hervorragende Behandlung anbieten – neue Patienten können das nicht wissen, wenn sie Sie nicht finden oder Ihr Angebot nicht wahrnehmen.
Und das passiert heutzutage eben hauptsächlich online.
Es beantwortet die Frage: „Wer sind Sie und warum sollte ich mich für Sie interessieren?“
Sales beginnt dort, wo Interesse bereits besteht. Hier geht es darum, Vertrauen aufzubauen und Menschen dabei zu unterstützen, eine Entscheidung zu treffen – etwa durch Beratung, persönliche Gespräche oder klare Informationen auf Ihrer Website.
Starten Sie mit den Basics: eine professionelle Website, authentische Inhalte und regelmäßige Präsenz auf einem passenden Social-Media-Kanal.
Nutzen Sie vorhandene Ressourcen, z. B. gute Bewertungen oder häufige Patientenfragen – und zeigen Sie, wer Sie sind.
Wichtig ist nicht der Umfang, sondern die Klarheit und Konsequenz Ihrer Kommunikation.
Gerne beraten wir Sie hierzu persönlich und zeigen Ihnen, wie Sie auch mit wenig Budget Ihre Praxis sichtbar machen!
Grundsätzlich empfehlen wir im Gesundheitswesen diese drei Kanäle als Basis:
1. Website: Ihre digitale Visitenkarte – sie sollte informativ, vertrauenswürdig und mobil-optimiert sein.
2. Google & SEO: Viele Patienten starten ihre Suche über Google. Eine gute Platzierung bei relevanten Suchbegriffen ist daher entscheidend.
3. Social Media (z. B. Instagram, Facebook, LinkedIn): Für den regelmäßigen Kontakt, authentische Einblicke und zur Stärkung Ihrer Marke.
Wichtig: Nicht alles gleichzeitig bespielen. Lieber wenige Kanäle richtig pflegen, als auf zu vielen nur halb präsent zu sein.








