GEO-Optimierung im Faktencheck (Herbst 2026): Was die Forschung wirklich belegt
8 verbreitete Behauptungen zur KI-Suche, geprüft an der Forschung: was stimmt, was übertrieben ist und was niemand belegen kann. Mit Ampel und allen Studien zum Nachlesen.
Von Frank Randel, CEO + IT-Architektur
· 10 min Lesezeit
Wer hier schreibt

Frank Randel
CEO + IT-Architektur
Er entwirft mit Ihnen den Plan für Ihre Praxis und begleitet Sie, bis Design, Technik und Team zusammenpassen.
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Kurz gesagt: Über GEO-Optimierung, also das Optimieren für KI-Suchen wie ChatGPT, kursieren viele Versprechen. Wir haben acht verbreitete Behauptungen an der Forschung geprüft: Grundlage sind mehr als 90 wissenschaftliche Arbeiten und über 30 Fachartikel, rund 50 davon zitieren wir direkt. Das Ergebnis: Die KI übernimmt, was auf Ihrer Website steht, eher zu bereitwillig als zu kritisch. Schnelle Tricks wirken kaum. Und für viele Zahlen, mit denen geworben wird, fehlt ein Beleg.
Für wen dieser Artikel nichts bringt: Wer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur GEO-Optimierung sucht, findet hier keine Checkliste, sondern was davon belegt ist. Wenn Sie prüfen wollen, ob ChatGPT Ihre Praxis heute schon nennt, hilft Ihnen unser Artikel KI-Sichtbarkeit messen mehr. Wer die technischen Einstellungen für KI-Crawler sucht, findet sie unter KI-Crawler und llms.txt.
Warum wir nachgeprüft haben
Seit diesem Jahr versprechen viele Anbieter Plätze in ChatGPT, eigene Kennzahlen für KI-Suchen und neue Dateien, die eine Website „KI-fähig“ machen sollen. Praxen und Unternehmen aus Medizin und Life Science fragen uns, was davon stimmt. Wir haben deshalb nicht die Werbung gelesen, sondern die Forschung.
Ausgewertet haben wir wissenschaftliche Arbeiten von Universitäten aus den USA, Europa und Asien, Studien zur Frage, wann eine KI einer Quelle glaubt, und Fachartikel aus der Suchmaschinen-Branche der letzten sechs Monate. Wie in der Medizin zählt dabei nicht jede Quelle gleich viel:
Wie belastbar eine Quelle ist
- Begutachtete Studievon unabhängigen Fachleuten geprüft, wie eine publizierte Studie mit Peer Review
- Vorabveröffentlichungwissenschaftlich, aber noch nicht geprüft, wie ein Preprint
- Anbieterstudievon einem Unternehmen, das selbst Werkzeuge verkauft, wie eine Herstellerangabe
- EinzelbeobachtungErfahrung oder Fallbeispiel, wie ein Fallbericht
Bei jeder Behauptung nennen wir, auf welcher Stufe die Belege stehen.
„Ärztinnen und Ärzte fragen bei jeder neuen Therapie nach der Studienlage. Bei Marketingversprechen fragt das kaum jemand. Genau das haben wir nachgeholt.“
Frank Randel, CEO + IT-ArchitekturDie 8 Behauptungen auf einen Blick
- Meist falsch„Die KI weiß es sowieso besser als Ihre Website.“Beleglage: mehrere begutachtete Studien
- Falsch„Wenn die KI eine Quelle nennt, stimmt die Antwort.“Beleglage: begutachtete Studie (Nature Communications)
- Nicht belegt„Übertriebene Werbesprache filtert die KI heraus.“Beleglage: Vorabveröffentlichungen
- Nur teilweise„Wer bei Google oben steht, steht auch in ChatGPT.“Beleglage: Vorabveröffentlichung und Anbieterstudien
- Stark übertrieben„Die KI zerlegt jede Frage in ein Dutzend Suchanfragen.“Beleglage: begutachtete Studie und Vorabveröffentlichung
- Nicht belegt„Mit den richtigen GEO-Tricks landen Sie in jeder KI-Antwort.“Beleglage: begutachtete Studien
- Kein Effekt belegt„Eine llms.txt oder Schema-Markup bringt Sie in die KI.“Beleglage: Anbieterstudien
- Nur geschätzt„Für ChatGPT gibt es ein Suchvolumen wie bei Google.“Beleglage: Anbieterangaben
Keine der acht Behauptungen hält in der verbreiteten Form. Die Einzelheiten und alle Belege folgen unten.
Was die KI mit Ihrer Website macht
Behauptung 1: Weiß die KI es besser als Ihre Website?
- Meist falsch„Die KI weiß es sowieso besser als Ihre Website.“Beleglage: mehrere begutachtete Studien
Bei Angaben zu Ihrer Praxis nicht. Sprachmodelle übernehmen einen gut geschriebenen Text sogar dann, wenn sie selbst die richtige Antwort kennen. In einer Studie der Stanford University geschah das in über 60 Prozent der Fälle, untersucht wurden unter anderem Fragen zu Medikamentendosierungen (ClashEval, Stanford).
Entscheidend ist, wie der Text gebaut ist. Ein zusammenhängend begründeter Absatz setzt sich durch, eine nackte Behauptung deutlich seltener (Xie et al., ICLR 2024). Und je weniger bekannt ein Thema ist, desto weniger eigenes Wissen hat das Modell (Mallen et al., ACL 2023). Über Ihre Sprechzeiten, Ihr Team oder den Ablauf einer Erstberatung weiß es von sich aus fast nichts.
Was das für Sie heißt: Was auf Ihrer Website über Ihre Praxis steht, bestimmt die Antwort der KI, im Guten wie im Schlechten. Überstimmt wird eine Praxisseite fast nur bei allgemeinen Gesundheitsfragen: wenn sie vom Fachkonsens abweicht und ein großes Portal den Konsens bestätigt.
Für MedTech und Pharma: Dasselbe gilt für alte Produktseiten und veraltete Datenblätter. Was noch online steht, kann die KI als aktuell wiedergeben.
Behauptung 2: Stimmt die Antwort, wenn die KI eine Quelle nennt?
- Falsch„Wenn die KI eine Quelle nennt, stimmt die Antwort.“Beleglage: begutachtete Studie (Nature Communications)
Nein. Eine Stanford-Studie in Nature Communications prüfte medizinische Antworten von sieben KI-Modellen. Je nach Modell waren 50 bis 90 Prozent der Antworten nicht vollständig durch die genannten Quellen gedeckt. Selbst mit Websuche blieben rund 30 Prozent der Einzelaussagen ohne Beleg (SourceCheckup, Nature Communications 2025).
Hinzu kommt: ChatGPT ruft bei einer Suche viele Seiten ab, zitiert aber nur gut jede achte davon (MPI-SWS, Vorabveröffentlichung).
Und selbst eine richtige KI-Antwort hilft nicht automatisch. In einer britischen Studie bekamen 1.298 Menschen zehn Fallbeispiele mit Beschwerden. Die KI allein nannte in fast 95 Prozent der Fälle die richtige Erkrankung. Wer selbst mit der KI chattete, kam nur auf unter 35 Prozent. Das war nicht besser als bei der Gruppe, die ohne KI nach einer Antwort suchte (Bean et al., Vorabveröffentlichung).
Was das für Sie heißt: Ihre Patientinnen und Patienten kommen vorinformiert, aber nicht immer richtig informiert. Ob die KI über Ihre Praxis Richtiges sagt, prüfen Sie mit unserer Anleitung Was ChatGPT über Ihre Praxis sagt.
Behauptung 3: Filtert die KI übertriebene Werbesprache heraus?
- Nicht belegt„Übertriebene Werbesprache filtert die KI heraus.“Beleglage: Vorabveröffentlichungen
Dafür gibt es keinen Beleg, eher spricht die Forschung dagegen. Keine Studie zeigt, dass Sprachmodelle Werbesprache abwerten. Belegt ist dagegen: Leicht überzogene, plausible Aussagen übernimmt eine KI eher als offensichtlich falsche (ClashEval, Stanford).
Wie stark ein einzelnes Dokument wirkt, zeigt eine Studie der University of Waterloo. Ein irreführendes Gesundheitsdokument im Abruf senkte die Übereinstimmung von GPT-5 mit dem medizinischen Konsens von 81,6 auf 43,4 Prozent. Ein hilfreiches Dokument daneben schwächte den Effekt ab (Amirshahi et al., Vorabveröffentlichung).
Was das für Sie heißt: Ein Satz wie „garantiert schmerzfrei“ kann als Tatsache in einer fremden KI-Antwort landen, ohne Absender und ohne Zusammenhang. Sachliche Sprache nach dem Heilmittelwerbegesetz ist deshalb nicht nur eine Rechtsfrage. Sie schützt auch die Qualität dessen, was die KI über Ihr Fach sagt.
Wir sehen das Heilmittelwerbegesetz deshalb nicht als Bremse, sondern als Qualitätsmerkmal für die KI-Suche.
Was Google und KI-Suche verbindet und was nicht
Behauptung 4: Steht in ChatGPT, wer bei Google oben steht?
- Nur teilweise„Wer bei Google oben steht, steht auch in ChatGPT.“Beleglage: Vorabveröffentlichung und Anbieterstudien
Nur zum Teil. KI-Suchen zitieren bevorzugt Dritte wie Portale, Presse und Videos, seltener die Website eines Anbieters. Bei Zahnärzten in den USA und Kanada stimmten die Quellen der KI-Suchen nur zu 11,9 Prozent mit den Google-Treffern überein (Chen et al., University of Toronto).
Für Deutschland gibt es eine Auswertung des Softwareanbieters SE Ranking mit 50.807 Gesundheitsfragen. Danach standen nur 36 Prozent der Seiten, die Googles KI-Übersicht zitierte, auch unter den ersten zehn Google-Treffern. Meistzitierte Quelle war YouTube, Fachjournale kamen auf 0,48 Prozent der Verweise (Deutsches Gesundheitsportal über SE Ranking).
Trotzdem lohnt sich eine gute Position bei Google weiter. Denn KI-Suchen wählen ihre Quellen meist aus den Treffern einer Suchmaschine. In einer Vergleichsstudie half es einer Seite deutlich mehr, in diesen Treffern weiter oben zu stehen, als ihren Text für die KI umzuschreiben (C-SEO Bench, NeurIPS 2025).
Was das für Sie heißt: Klassische Suchmaschinenoptimierung bleibt das Fundament. Dazu kommt, wo Ihre Praxis außerhalb der eigenen Website vorkommt: in Portalen, Verzeichnissen, der regionalen Presse oder in Videos. Wie sich die Suche insgesamt verändert, beschreiben wir in den SEO- und GEO-Trends 2026.
Behauptung 5: In wie viele Suchanfragen zerlegt die KI eine Frage?
- Stark übertrieben„Die KI zerlegt jede Frage in ein Dutzend Suchanfragen.“Beleglage: begutachtete Studie und Vorabveröffentlichung
In der Branche ist oft von 8 bis 12 Teilanfragen je Frage die Rede. Die Forschung kommt auf deutlich weniger. Eine Auswertung von über 170.000 echten Gesprächen zeigt: Wenn ChatGPT im Netz sucht, schickt es im Mittel 3 Suchanfragen ab, Claude knapp 2 (MPI-SWS, Vorabveröffentlichung).
Diese Suchanfragen sind im Mittel 8 bis 13 Wörter lang, bei Faktenfragen kürzer, bei Analysen länger. Mehr als die Hälfte der neuen Suchbegriffe übernimmt die KI aus Texten, die sie schon gefunden hat (Agentic Search in the Wild, SIGIR 2026). Gemessen wurde allerdings nur auf Englisch.
Was das für Sie heißt: Die KI stellt wenige, aber genaue Fragen. Eine Seite, die die ganze Patientenfrage beantwortet, mit Ablauf, Dauer, Kosten ab und Standort, passt besser dazu als zehn ähnliche Seiten.
Werkzeuge, Dateien und Tricks
Behauptung 6: Bringen GEO-Tricks Ihre Praxis in jede KI-Antwort?
- Nicht belegt„Mit den richtigen GEO-Tricks landen Sie in jeder KI-Antwort.“Beleglage: begutachtete Studien
Die erste Studie zu GEO maß tatsächlich Gewinne durch Zitate und Statistiken im Text, allerdings in einer nachgebauten Suchmaschine (Aggarwal et al., KDD 2024). Eine spätere Prüfung fand die meisten solcher Methoden weitgehend wirkungslos, und der Gewinn schrumpfte, sobald mehrere Anbieter gleichzeitig optimierten (C-SEO Bench, NeurIPS 2025). Eine Übersicht über 45 Studien findet keinen Beleg für eine dauerhafte Wirkung über verschiedene KI-Suchen hinweg (Martinez 2026, Vorabveröffentlichung).
Was das für Sie heißt: Wer Ihnen einen festen Platz in ChatGPT verspricht, verspricht etwas, das niemand belegen kann. Versteckte Texte für Maschinen wirken im Labor. Für Praxen sind sie rechtlich riskant, weil sie als Irreführung gelten können.
Behauptung 7: Bringt eine llms.txt oder Schema-Markup Sie in die KI?
- Kein Effekt belegt„Eine llms.txt oder Schema-Markup bringt Sie in die KI.“Beleglage: Anbieterstudien
In den Datenauswertungen dieses Jahres zeigte die llms.txt keine Wirkung auf die Sichtbarkeit. In einer Untersuchung von über 137.000 Domains wurden 97 Prozent der Dateien im Mai 2026 kein einziges Mal abgerufen (Ahrefs). Eine Auswertung von rund 300.000 Domains fand keinen Zusammenhang mit der Zitierhäufigkeit (SE Ranking).
Für strukturierte Daten nach schema.org gibt es nur Zusammenhänge, keinen Nachweis einer Ursache (GEO-16, Vorabveröffentlichung).
Was das für Sie heißt: Strukturierte Daten bleiben sinnvoll, weil sie Google helfen, Ihre Praxis eindeutig zu erkennen. Ein belegter Hebel für KI-Antworten sind sie nach heutigem Wissen nicht. Welche Einstellungen tatsächlich zählen, steht in KI-Crawler und llms.txt.
Behauptung 8: Gibt es für ChatGPT ein Suchvolumen wie bei Google?
- Nur geschätzt„Für ChatGPT gibt es ein Suchvolumen wie bei Google.“Beleglage: Anbieterangaben
Echte Nutzerfragen an ChatGPT sind nicht öffentlich. Jede Zahl zum „Prompt-Volumen“ ist deshalb eine Hochrechnung. Selbst ein Anbieter solcher Werkzeuge schreibt über den Anspruch, echte Nutzerfragen zu kennen: „That’s just not possible.“ (Conductor) Ein anderer überschreibt sein KI-Suchvolumen selbst mit „eine Annäherung“ (SISTRIX).
Eine wissenschaftliche Arbeit beschreibt das Problem so: Eine Liste von Testfragen bildet ihren eigenen Markt ab, nicht unbedingt die echte Nachfrage (Measuring GEO Visibility, Vorabveröffentlichung).
Was das für Sie heißt: Fragen Sie bei jeder Zahl nach ihrer Herkunft. Die verlässlichste Quelle für die Nachfrage nach Ihrer Praxis bleibt die Google Search Console. Wie Sie Ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten sinnvoll beobachten, steht in KI-Sichtbarkeit messen.
Was niemand weiß
Auch die Forschung hat Lücken. Wir nennen sie, weil sie zur Einordnung gehören:
- Keine Studie hat deutsche Praxis-Websites untersucht. Fast alle Messungen sind auf Englisch.
- Viele Zahlen stammen aus Laborversuchen mit Modellen von 2023 bis 2025. Sie zeigen Richtungen, keine genauen Werte für die KI von heute.
- Wie Perplexity und der KI-Modus von Google Fragen verarbeiten, ist wissenschaftlich kaum untersucht.
- Viele Arbeiten sind Vorabveröffentlichungen. Wir haben das bei jeder Quelle gekennzeichnet.
Wer heute behauptet, genau zu wissen, wie ChatGPT Praxen auswählt, weiß mehr als die Forschung.
Unsere Haltung
Aus dem Faktencheck folgen für uns drei Grundsätze:
Wir versprechen keinen Platz in ChatGPT, weil ihn niemand versprechen kann.
Was über Ihre Praxis online steht, muss vollständig, aktuell und überall gleich sein. Die KI glaubt es.
Wir prüfen Wirkung regelmäßig nach und sagen bei jeder Zahl dazu, wie sicher sie ist.
„Die KI glaubt Ihrer Website fast alles. Das ist eine Chance und eine Verantwortung. Schreiben Sie nur, was Sie auch im Behandlungszimmer sagen würden.“
Frank Randel, CEO + IT-ArchitekturDiesen Faktencheck prüfen wir jedes Quartal neu. Ändert sich die Beleglage, ändern wir die Ampel.
Zwei Irrtümer, wenn Sie KI selbst nutzen
Viele Praxen und Unternehmen setzen KI inzwischen selbst ein, für Texte, Auswertungen oder interne Abläufe. Auch dazu gibt es zwei verbreitete Annahmen:
- Nur teilweise„Je länger und genauer der Prompt, desto besser.“Beleglage: Vorabveröffentlichungen
- Falsch„Wenn drei KIs dasselbe sagen, stimmt es.“Beleglage: Vorabveröffentlichungen
Zum ersten Punkt: Bei 500 gleichzeitigen Vorgaben erfüllte das beste getestete Modell nur 68 Prozent davon (IFScale). Lange Regeldateien für KI-Assistenten brachten in einer Studie der ETH Zürich keinen messbaren Nutzen, kosteten aber rund 20 Prozent mehr (ETH Zürich). Besser wirken ein klares Ziel und wenige feste Regeln.
Zum zweiten Punkt: Verschiedene KI-Modelle machen oft dieselben Fehler. Neun KI-Gutachter aus sieben Modellfamilien wogen in einer Studie nur so viel wie gut zwei unabhängige Stimmen, und einstimmige Urteile waren zu 9 Prozent falsch (Nine Judges, Two Effective Votes). Wie bei einer Zweitmeinung zählt Unabhängigkeit, nicht die Anzahl. Die fachliche Prüfung bleibt beim Menschen.
Fazit
GEO-Optimierung ist kein Zaubertrick, aber auch kein leeres Versprechen. Belegt ist vor allem eines: Die KI übernimmt, was sie über Ihre Praxis findet. Deshalb zählen vollständige, ehrliche und überall gleiche Angaben mehr als jeder Kniff. Die Grundlage bleibt eine Website, die bei Google gut gefunden wird, und eine Praxis, über die auch andere schreiben.
Mehrwert · Kurz erklärtKI-Sichtbarkeit messen: So sehen Praxen, ob ChatGPT und Google sie nennenOb ChatGPT, Gemini und die Google-KI Ihre Praxis heute schon nennen und wie Sie das selbst prüfen:Wir stellen ChatGPT, Gemini und der Google-KI die Fragen Ihrer Patienten und zeigen Ihnen, ob und wo Ihre Praxis genannt wird. Kostenlos.
KI-Sichtbarkeits-CheckSie möchten die Sichtbarkeit Ihrer Praxis in Suche und KI-Antworten dauerhaft ausbauen? Das beschreibt unsere Leistung SEO und KI-Sichtbarkeit.
Studien zum Nachlesen
Alle Quellen dieses Faktenchecks, sortiert nach Behauptung, mit Herkunft, Evidenzgrad und Kernbefund. Ein Klick öffnet die Liste.
Behauptung 1: Die KI weiß es sowieso besser als Ihre Website7 Quellen
- Adaptive Chameleon or Stubborn SlothEin stimmiger, begründeter Text wird übernommen, ein plumper Widerspruch nicht.
- ClashEvalÜber 60 Prozent Übernahme falscher Quellen, obwohl das Modell die richtige Antwort kannte.
- Studying LLM Behaviors Under Context-Memory Conflicts With Real DocumentsMit echten Dokumenten bleibt das Modell nur in 0,1 bis 6,2 Prozent der Fälle bei seinem alten Wissen.
- When Not to Trust Language Models (PopQA)Bei wenig bekannten Fakten weiß das Modell selbst kaum etwas, die gefundene Quelle entscheidet.
- Context versus Prior Knowledge in Language ModelsJe bekannter ein Thema, desto stabiler bleibt das Vorwissen des Modells.
- DeepSeek-R1 ThoughtologyAuch „denkende“ Modelle folgen falschem Kontext in 78 Prozent der Fälle.
- Memory vs. Context? Influential Factors of Factual RecallSchon die Formulierung der Frage verschiebt stark, ob das Modell Vorwissen oder Quelle folgt.
Behauptung 2: Wenn die KI eine Quelle nennt, stimmt die Antwort6 Quellen
- SourceCheckup50 bis 90 Prozent medizinischer KI-Antworten nicht vollständig durch die genannten Quellen gedeckt.
- Evaluating Verifiability in Generative Search EnginesNur gut die Hälfte der Sätze war vollständig durch Zitate gestützt.
- Clinical knowledge in LLMs does not translate to human interactionsMit KI-Hilfe erkannten Laien Erkrankungen nicht besser als ohne.
- Characterizing Web Search by Conversational LLM AgentsChatGPT zitiert nur 13,3 Prozent der Seiten, die es bei einer Suche abruft.
- From Citation Selection to Citation AbsorptionAls Quelle genannt heißt nicht, dass der Inhalt auch verwendet wurde.
- We Compared Eight AI Search EnginesÜber 60 Prozent falsche Herkunftsangaben bei acht KI-Suchen.
Behauptung 3: Übertriebene Werbesprache filtert die KI heraus5 Quellen
- Evaluating the Robustness of RAG to Adversarial Evidence in the Health DomainEin irreführendes Gesundheitsdokument halbiert die Übereinstimmung mit dem Konsens, ein hilfreiches daneben schützt.
- Faithfulness vs. Safety (MedCounterFact)Modelle übernehmen erfundene Studienevidenz meist ungeprüft.
- Dr ChatGPT tell me what I want to hearZusätzliche Evidenz im Prompt kann Gesundheitsantworten verschlechtern.
- Evaluating search engines and LLMs for answering health questionsDie Richtigkeit der eingefügten Quelle entscheidet über die Qualität der Gesundheitsantwort.
- ClashEvalLeicht verfälschte, plausible Werte rutschen am ehesten durch.
Behauptung 4: Wer bei Google oben steht, steht auch in ChatGPT5 Quellen
- Generative Engine Optimization: How to Dominate AI SearchKI-Suchen bevorzugen Drittquellen; bei Zahnärzten 11,9 Prozent Überschneidung mit Google.
- C-SEO Bench: Does Conversational SEO Work?Ein besseres Ranking wirkt stärker als das Umschreiben von Texten.
- Google users are less likely to click on links when an AI summary appearsNur rund 1 Prozent klickt eine Quelle in der KI-Zusammenfassung an.
- Welche Quellen nutzt die KI?YouTube meistzitierte Quelle, Fachjournale 0,48 Prozent der Verweise.
- AI Search OverlapNur etwa 12 Prozent der Links von ChatGPT, Gemini und Copilot stehen in den Google-Top-10.
Behauptung 5: Die KI zerlegt jede Frage in ein Dutzend Suchanfragen6 Quellen
- Characterizing Web Search by Conversational LLM Agents171.264 echte Gespräche: ChatGPT setzt im Mittel 3,07 Suchanfragen ab, Claude 1,80.
- Agentic Search in the Wild14,4 Millionen Anfragen, im Mittel 7,6 bis 12,7 Wörter; 54 Prozent neuer Suchbegriffe stammen aus gefundenen Texten.
- A Picture of Agentic SearchKI-Suchanfragen haben 6 bis 14 Wörter und seltener Fragewörter als menschliche.
- Question Decomposition for Retrieval-Augmented GenerationZerlegen hilft nur zusammen mit einer Sortierung gegen die Gesamtfrage.
- When Should Queries Be Decomposed?Einfache Fragen werden besser gar nicht zerlegt.
- LLM-based Query Expansion Fails for Unfamiliar and Ambiguous QueriesBei unbekannten Fachbegriffen driftet die KI zur bekanntesten Bedeutung ab.
Behauptung 6: Mit den richtigen GEO-Tricks landen Sie in jeder KI-Antwort7 Quellen
- GEO: Generative Engine OptimizationDie Ursprungsstudie maß Gewinne, aber nur in einer nachgebauten Suchmaschine.
- C-SEO Bench: Does Conversational SEO Work?Die meisten Methoden weitgehend wirkungslos, der Gewinn schrumpft, wenn alle optimieren.
- Optimizing Visibility in Generative Engines: A Critical SurveyKein dauerhafter Effekt über verschiedene KI-Suchen hinweg belegt.
- What Evidence Do Language Models Find Convincing?Entscheidend ist die Nähe zur Frage, nicht Tonfall oder Fachreferenzen.
- What Generative Search Engines Like (AutoGEO)Modelle bevorzugen umfassende, prüfbare und neutral geschriebene Inhalte.
- Ranking Manipulation for Conversational Search EnginesManipulation wirkt im Labor, auch bei Perplexity.
- Adversarial Search Engine Optimization for Large Language ModelsWenn alle manipulieren, werden alle Antworten schlechter.
Behauptung 7: Eine llms.txt oder Schema-Markup bringt Sie in die KI6 Quellen
- llms.txt-Studie97 Prozent der Dateien wurden im Mai 2026 kein einziges Mal abgerufen.
- llms.txtKein Zusammenhang mit der Zitierhäufigkeit.
- GEO-Mythen im Datencheckllms.txt ohne messbaren Effekt, Schema nur als Zusammenhang.
- KI-Funktionen und Ihre WebsiteDie Google-Suche nutzt die llms.txt nicht.
- How to Optimize for AI SearchIm Test nutzten KI-Systeme den sichtbaren Text, nicht die strukturierten Daten.
- AI Answer Engine Citation Behavior (GEO-16)Strukturierte Daten nur als Zusammenhang, kein Nachweis einer Ursache.
Behauptung 8: Für ChatGPT gibt es ein Suchvolumen wie bei Google5 Quellen
- Measuring GEO Visibility: Prompt Corpora Define the Answer MarketEine Liste von Testfragen bildet ihren eigenen Markt ab, nicht die echte Nachfrage.
- The Dice Roll MethodKI-Antworten schwanken stark, verlässlich wird es erst über viele verschiedene Fragen.
- Measuring AI Search like SEODie häufigsten „Prompts“ sind Füllsätze; brauchbar ist nur die Themenebene.
- AI Prompt Generation for AEO and GEOEchte Nutzerfragen zu kennen, sei nicht möglich.
- Prompt Research: Keyword-Recherche für AI SearchDas KI-Suchvolumen ist ausdrücklich eine Annäherung über Google-Daten.
Zwei Irrtümer, wenn Sie KI selbst nutzen7 Quellen
- How Many Instructions Can LLMs Follow at Once? (IFScale)Bei 500 Vorgaben erfüllt das beste Modell 68 Prozent.
- AgentIFLange Anweisungen an KI-Agenten werden nur zu 27 Prozent vollständig erfüllt.
- Evaluating AGENTS.mdRegeldateien ohne messbaren Nutzen, 19 bis 23 Prozent mehr Kosten.
- Probe-and-Refine Tuning of Repository GuidanceGegenstimme: getestete und verfeinerte Regeln helfen deutlich.
- Nine Judges, Two Effective VotesEinstimmige KI-Urteile waren zu 9,1 Prozent falsch.
- Great Models Think AlikeJe stärker die Modelle, desto ähnlicher ihre Fehler.
- Debate or VoteEinfaches Abstimmen schlägt die Diskussion zwischen KI-Modellen.
Stand: 26. Oktober 2026. Nächste Prüfung: Januar 2027.
Häufige Fragen
Was ist GEO-Optimierung?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist, Inhalte so aufzubereiten, dass KI-Suchen wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersicht von Google sie finden, verstehen und als Quelle nennen. GEO baut auf klassischer Suchmaschinenoptimierung auf und ersetzt sie nicht.
Ersetzt GEO-Optimierung die klassische SEO?
Nein. KI-Suchen wählen ihre Quellen meist aus den Treffern einer Suchmaschine, deshalb bleibt eine gute Position bei Google eine wichtige Grundlage. In einer Vergleichsstudie half es einer Seite mehr, in diesen Treffern weiter oben zu stehen, als ihren Text für die KI umzuschreiben. GEO ergänzt SEO um die Frage, wo Ihre Praxis außerhalb der eigenen Website vorkommt.
Wie werde ich von ChatGPT als Quelle genannt?
Einen festen Platz kann niemand zusagen. Belegt ist: Findet die KI Ihre Seite, übernimmt sie vollständige, begründete und widerspruchsfreie Angaben bereitwillig. Gefunden wird eher, wer bei Google gut steht und auch auf anderen Seiten vorkommt, etwa in Portalen, Verzeichnissen oder der Presse.
Welche Quellen nutzt ChatGPT?
KI-Suchen zitieren bevorzugt Dritte: Portale, Nachschlagewerke, Presse und Videos. Die Website eines einzelnen Anbieters taucht seltener auf. Eine Auswertung echter Gespräche zeigt außerdem, dass ChatGPT nur gut jede achte Seite zitiert, die es bei einer Suche abruft.
Glaubt ChatGPT meiner Website oder seinem eigenen Wissen?
Bei Angaben zu Ihrer Praxis meist Ihrer Website, denn dazu hat das Modell kaum eigenes Wissen. Bei allgemeinen Gesundheitsfragen setzt sich der Fachkonsens durch, vor allem wenn ein großes Portal ihn bestätigt. Weicht eine Praxisseite dort vom Konsens ab, verliert sie.
Brauche ich eine llms.txt?
Sie schadet nicht, ihr Nutzen für die Sichtbarkeit ist aber nicht belegt. Wichtiger sind eine robots.txt, die die Such-Crawler zulässt, und Seiten, die ohne JavaScript lesbar sind.
Wie zuverlässig sind Zahlen zum Prompt-Volumen?
Es sind Schätzungen. Die KI-Anbieter veröffentlichen keine echten Nutzerfragen, deshalb rechnen Werkzeuge aus Suchdaten, Panels oder Modellen hoch. Wie genau das ist, legt bisher kein Anbieter offen. Nutzen Sie solche Zahlen als Richtung, nicht als Messwert.
Gelten die Ergebnisse auch für MedTech- und Pharmaunternehmen?
Die Mechanismen ja, denn sie stecken in den Sprachmodellen selbst. Das betrifft vor allem alte Produktseiten, Datenblätter und Fachinformationen, die noch online stehen. Studien speziell zu deutschen MedTech- oder Pharmaseiten gibt es bisher nicht.
Zur Person

Frank Randel · CEO + IT-Architektur
Er entwirft mit Ihnen den Plan für Ihre Praxis und begleitet Sie, bis Design, Technik und Team zusammenpassen.
Schwerpunkte: Strategie · Konzept und Design · Technik
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