Was kostet Praxismarketing 2026? Preise, Budget und die Rechnung dahinter
Was Praxismarketing kosten darf, hängt davon ab, was ein neuer Patient Ihrer Praxis wert ist. Wer diese Zahl kennt, kann Angebote einordnen, statt nur Preislisten zu vergleichen.
Von Frank Randel, CEO + IT-Architektur
· 8 min Lesezeit
Wer hier schreibt

Frank Randel
CEO + IT-Architektur
Er entwirft mit Ihnen den Plan für Ihre Praxis und begleitet Sie, bis Design, Technik und Team zusammenpassen.
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Was kostet Praxismarketing? Die kurze Antwort
Das hängt vor allem von Ziel, Region und Umfang ab. Veröffentlichte Einstiegspreise am Markt reichen für Praxis-Websites von rund 350 bis 4.000 €, für SEO von rund 250 bis 3.000 € im Monat. Als Orientierung aus unserer Preisliste: Ein Einstieg aus gepflegter Website, Google Ads und Tracking startet ab 1.650 € im Monat, dazu kommen das Werbebudget und einmalig die Website. Alle Angaben sind Startpreise, der tatsächliche Preis hängt vom Umfang ab.
Hilfreicher als der Preis eines Bausteins ist die Frage, was ein neuer Patient Ihre Praxis kosten darf. Mit dieser Zahl lässt sich jedes Angebot einordnen. Wie Sie sie ermitteln, zeigt der Rechner weiter unten.
| Baustein | Unsere Startpreise (netto) | Am Markt (veröffentlichte Preise) |
|---|---|---|
| Website mit Online-Terminbuchung | ab 5.000 € einmalig + 520 € im Monat | Einstieg rund 350 bis 4.000 €, Median 1.750 € |
| SEO und KI-Sichtbarkeit | ab 1.200 € im Monat, je nach Umfang bis 6.000 € | rund 250 bis 3.000 € im Monat, Median 600 € |
| Google Ads | ab 810 € im Monat + Werbebudget | kaum veröffentlicht |
| Instagram- und Facebook-Anzeigen | ab 810 € im Monat + Werbebudget | kaum veröffentlicht |
| Tracking, Anfragen messen | ab 320 € im Monat, Reporting ohne Aufpreis | kaum veröffentlicht |
| Logo und Erscheinungsbild | ab 2.500 € einmalig | kaum veröffentlicht |
| Fotos und Video | ab 210 € je Format | kaum veröffentlicht |
| Social Media | ab 2.400 € im Monat | kaum veröffentlicht |
| Bewertungsmanagement | nach kostenloser Analyse | kaum veröffentlicht |
Markt: niedrigster veröffentlichter Preis je Anbieter, Stichprobe aus 26 Anbietern in Deutschland und Österreich, anonym ausgewertet, Oktober 2026. Kein repräsentativer Marktdurchschnitt.
Was kostet Ihr Praxismarketing? Der Budget-Baukasten
Wählen Sie die Bausteine, die Sie brauchen. Sie sehen sofort, was einmalig, monatlich und im ersten Jahr anfällt.
- Website Basicab 5.000 € einmalig + 520 € im MonatHosting, Sicherheit und Wartung inklusive
- SEO und KI-Sichtbarkeitab 1.200 € im Monatbis 6.000 € je nach Wettbewerb und Umfang
- Google Ads, Betreuungab 810 € im MonatWerbebudget kommt dazu
- Trackingab 320 € im MonatReporting ist bei jeder Leistung kostenlos
- Einmalig
- ab 5.000 €
- Monatlich an die Agentur
- ab 2.850 €
- Monatlich Werbebudget (geht an Google und Meta)
- 1.000 €
- Im ersten Jahr
- ab 51.200 €
Musterrechnung mit Beispielwerten. Mit aktiviertem JavaScript rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen.
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Wovon hängen die Kosten ab?
Vier Dinge bestimmen, was Praxismarketing kostet: die Fachrichtung, der Wettbewerb in der Region, die Ausgangslage und das Ziel.
- Fachrichtung und Behandlung: Ein Implantat-Patient bringt ein Vielfaches dessen, was ein Kontrolltermin bringt. Für teure Behandlungen darf eine Anfrage mehr kosten, und Klicks sind dort oft teurer.
- Region und Wettbewerb: In Großstädten konkurrieren mehr Praxen um dieselben Suchbegriffe. Das erhöht die Klickpreise bei Google Ads und den Aufwand, organisch nach vorn zu kommen.
- Ausgangslage: Fehlt eine Website mit klarem Weg zur Terminbuchung, sind kaum Bewertungen da oder wird nichts gemessen, fließt das erste Geld in die Grundlage, nicht in Reichweite.
- Ziel: Neue Patienten, Wunschpatienten für Selbstzahlerleistungen, neue Mitarbeitende oder Klarheit über die Zahlen brauchen unterschiedliche Bausteine und damit unterschiedliche Budgets.
Was darf ein neuer Patient kosten?
Höchstkosten je Anfrage = Wert eines Patienten × Anteil, der fürs Marketing bleiben darf × Abschlussquote. Der Wert eines Patienten ist der Umsatz je Jahr mal die Jahre, die er in der Praxis bleibt. Die Abschlussquote ist der Anteil der Anfragen, aus denen ein Patient wird.
- Umsatz je Patient und Jahr (Beispiel)
- 450 €
- × Jahre in der Praxis
- 8
- = Wert eines Patienten
- 3.600 €
- × Anteil fürs Marketing (10 %)
- 360 € je Neupatient
- × Abschlussquote (30 %)
- 108 € je Anfrage
- Höchstkosten je Anfrage
- 108 €
Beispielwerte, keine Durchschnittswerte. Zur Einordnung: Der Honorarumsatz je gesetzlich versichertem Behandlungsfall lag 2024 bei rund 81 € je Quartal (KBV). Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen aus der Abrechnung.
Mit dieser Zahl prüfen Sie jedes Angebot und jeden Kanal. Kostet eine Anfrage über Google Ads dauerhaft mehr als Ihr Höchstwert, rechnet sich der Kanal kaum, auch wenn die Klickzahlen gut aussehen. Kostet sie weniger, kann mehr Budget sinnvoll sein. Woher die Zahlen kommen, zeigt der Beitrag Healthcare-Marketing-KPIs.
Was darf ein neuer Patient Ihre Praxis kosten?
Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Der Rechner zeigt, was ein Patient wert ist, was eine Anfrage höchstens kosten darf und wie viele Neupatienten ein Budget bringen muss.
- Umsatz je Patient und Jahr
- 450 €
- × Jahre in der Praxis
- 8
- = Wert eines Patienten
- 3.600 €
- × Anteil fürs Marketing (10 %)
- 360 €
- × Abschlussquote (30 %)
- 108 €
- Höchstkosten je Anfrage
- 108 €
Ein neuer Patient darf Ihre Praxis bis zu 360 € kosten, eine Anfrage bis zu 108 €.
Damit sich 1.500 € im Monat rechnen, braucht die Praxis rund 5 neue Patienten oder 14 Anfragen im Monat.
Musterrechnung mit Beispielwerten. Mit aktiviertem JavaScript rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen.
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Wie viel Budget, und gilt die Prozent-Regel?
Eine verlässliche Prozentregel für Praxen gibt es nicht. Ein fester Anteil vom Umsatz berücksichtigt weder das Ziel noch den Wert eines Patienten, und er gibt kleinen Praxen zu wenig und großen zu viel. Ein Beispiel: Eine Zahnarztpraxis nahm 2024 im Durchschnitt rund 937.000 € ein (Destatis über zm, Juli 2026). Ein Prozent davon wären rund 780 € im Monat. Ob das viel oder wenig ist, sagt die Prozentzahl nicht, sondern das Ziel und der Wert eines Patienten.
Besser ist die Reihenfolge: erst das Ziel, dann die Bausteine, dann das Budget, und das Budget an der Rechnung von oben prüfen. Zur Orientierung die Startpreise je Ziel aus unserer Preisliste:
| Ihr Ziel | Was zuerst kommt | Startpreise (netto) |
|---|---|---|
| Praxisgründung oder Übernahme | Website, Google-Profil, Logo, Google Ads | ab 7.500 € einmalig, ab 1.330 € im Monat + Werbebudget |
| Patientengewinnung, Wunschpatienten | Seite je Behandlung, Google Ads | ab 2.010 € im Monat + Werbebudget |
| Online-Sichtbarkeit | SEO und KI-Sichtbarkeit, Bewertungen | ab 1.200 € im Monat, Bewertungen nach Analyse |
| Mitarbeitergewinnung | Karriereseite, Instagram- und Facebook-Anzeigen | ab 810 € im Monat + Werbebudget |
| Durchblick über die Zahlen | Tracking und Reporting | ab 320 € im Monat |
Welches Ziel bei Ihnen zuerst dran ist, zeigt der Kompass in zwei Minuten.
Was kosten SEO, Google Ads und Website im Einzelnen?
Was kostet SEO für eine Praxis?
Am Markt liegt der Median der veröffentlichten Preise bei 600 € im Monat. Unsere Startpreise beginnen bei 1.200 € und reichen je nach Wettbewerb und Umfang bis 6.000 €. Weil Anbieter Unterschiedliches unter SEO verstehen, lohnt bei jedem Angebot die Frage: Werden nur Platzierungen berichtet, oder auch Inhalte je Behandlung, Profile, die Sichtbarkeit in KI-Antworten und die Anfragen betreut? Was bei uns dazugehört, beschreibt die Leistung SEO und KI-Sichtbarkeit.
Was kostet Google Ads?
Google Ads hat zwei Posten: die Betreuung, die bei uns ab 810 € im Monat startet, und das Werbebudget, das direkt an Google geht. Zum Start liegt es bei einer Einzelpraxis häufig bei 500 € bis 1.500 € im Monat. Eine aktuelle Studie zu Klickpreisen im deutschen Gesundheitswesen gibt es nicht. Nach unserer Erfahrung schwanken sie je nach Suchbegriff stark, von etwa 0,50 € bis 24 € pro Klick. In den USA lag der Klickpreis für Zahnärzte 2025 bei 8 Dollar, eine Anfrage kostete im Schnitt rund 73 Dollar (LocaliQ, Juni 2026). Mehr dazu unter Google Ads.
Was kosten Instagram- und Facebook-Anzeigen?
Die Betreuung startet ab 810 € im Monat, das Start-Werbebudget liegt häufig bei 300 € bis 1.000 €. Für Praxen eignen sich diese Anzeigen oft eher für die Mitarbeitergewinnung und für Bekanntheit als für akute Suchen nach einer Behandlung. Mehrere Werbekanäle lassen sich kombinieren, dann gibt es Rabatt. Siehe Meta Ads.
Was kostet eine Praxis-Website?
Veröffentlichte Einstiegspreise am Markt beginnen bei rund 350 €, der Median liegt bei rund 1.750 €. Hinter dem Wort Website steckt dabei Verschiedenes, vom Onepager bis zur Seite mit Online-Terminbuchung, eigener Seite je Behandlung, Barrierefreiheit und laufender Pflege. Vergleichen lohnt sich deshalb nur mit der Leistungsbeschreibung daneben. Unsere Websites starten ab 5.000 € einmalig und 520 € im Monat für Hosting, Sicherheit und Wartung, Details unter Website.
| SEO und KI-Sichtbarkeit | Google Ads | |
|---|---|---|
| Abrechnung | monatliche Betreuung | Betreuung plus Werbebudget je Klick |
| Wirkung | oft nach 3 bis 6 Monaten, wächst über Jahre | ab dem ersten Tag |
| Wenn Sie aufhören | Sichtbarkeit bleibt eine Weile | Anfragen über Anzeigen enden |
| Gut für | dauerhafte Sichtbarkeit, KI-Antworten | schnelle Anfragen, einzelne Behandlungen |
Was kosten Fotos, Video, Social Media und Bewertungen?
Fotos und Video starten ab 210 € je Format, die Betreuung von Social Media ab 2.400 € im Monat. Beim Bewertungsmanagement hängt der Aufwand stark von Standorten, Portalen und Antworten ab, deshalb steht der Preis erst nach einer kostenlosen Analyse fest.
Was zeigt der Preisspiegel?
Quelle: MedDirection-Preisspiegel, 26 Anbieter, Oktober 2026
Für diesen Preisspiegel haben wir die Websites von Anbietern für Praxis-, Arzt- und Zahnarztmarketing ausgewertet. 26 Anbieter aus Deutschland und Österreich nennen öffentlich konkrete Preise. Wir haben je Anbieter den niedrigsten veröffentlichten Preis je Baustein erfasst, Namen nennen wir nicht.
| Baustein | Anbieter mit Preis | niedrigster | Median | höchster |
|---|---|---|---|---|
| Website, Einstieg einmalig | 12 | rund 350 € | 1.750 € | rund 4.000 € |
| SEO im Monat | 7 | rund 250 € | 600 € | rund 3.000 € |
Stichprobe: 26 Anbieter mit öffentlichen Preisen, abgerufen am 10. Oktober 2026, je Anbieter der niedrigste Preis. Kein repräsentativer Marktdurchschnitt. Preise netto oder ohne Angabe zur Umsatzsteuer, wie veröffentlicht. Bausteine mit weniger als fünf Preisangaben sind nicht aufgeführt.
Drei Dinge fallen auf. Erstens ist die Spanne groß, und unter demselben Namen werden offenbar sehr unterschiedliche Leistungen angeboten. Zweitens veröffentlicht für die Betreuung von Google Ads kaum ein Anbieter einen Preis (2 von 26), für Instagram- und Facebook-Anzeigen keiner. Drittens rechnet keiner der 26 Anbieter öffentlich in Prozent vom Werbebudget ab.
Hinweis
Wir aktualisieren diesen Preisspiegel jedes Jahr im Oktober. So entsteht über die Jahre eine Zeitreihe, wie sich die Preise im Praxismarketing entwickeln.
Agentur, eigene Marketingkraft oder selbst?
| Kosten | Stärken | Grenzen | |
|---|---|---|---|
| Selbst machen | Ihre Zeit | Google-Profil, Bewertungen und Fragen im Formular kosten nichts | Anzeigen, Messung und Inhalte brauchen Fachwissen und laufende Zeit |
| Eigene Marketingkraft | rund 65.000 € im Jahr | immer da, kennt die Praxis | eine Person deckt Technik, Anzeigen, Texte und Recht selten vollständig ab, Werbebudget und Werkzeuge kommen dazu |
| Agentur | je nach Umfang, meist ab einigen Hundert Euro im Monat je Baustein | Fachwissen in mehreren Kanälen, schnell startklar | braucht klare Ziele und Zahlen, damit der Erfolg messbar ist |
Die Zahl für die eigene Stelle: Eine Fachkraft für Marketingkommunikation verdient im Median 4.481 € brutto im Monat (Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit). Dazu kommen rund 21 Prozent Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung (TK, 2026). Das ergibt rund 5.400 € im Monat oder 65.000 € im Jahr, ohne Arbeitsplatz, Werkzeuge und Werbebudget. Für eine Einzelpraxis ist eine Agentur deshalb oft die günstigere Wahl. Bei Praxisgruppen mit mehreren Standorten kann sich eine eigene Stelle rechnen, oft in Kombination mit einer Agentur für Technik und Anzeigen.
Wo können Praxen sparen?
Bevor mehr Geld ins Marketing fließt, lohnt der Blick auf das, was schon läuft. In vielen Praxen gibt es Ausgaben, die nichts mehr bringen, und kostenlose Hebel, die keiner nutzt.
Spar-Check: Typische Kostenfallen im Praxismarketing
Haken Sie an, was in Ihrer Praxis heute läuft. Sie sehen, welche typischen Posten Sie streichen, umbauen oder erst messen sollten.
- Kann weg: Bezahlte Einträge in Branchenbüchern oder VerzeichnissenMeist verzichtbar. Die kostenlosen Einträge bei Google, Bing und den großen Portalen reichen, solange Name, Adresse und Öffnungszeiten überall gleich sind.
- Umbauen: Ein SEO-Bericht mit Platzierungen, aber ohne Zahl der AnfragenIn dieser Form verzichtbar. Platzierungen sinken durch KI-Übersichten an Aussagekraft. Verlangen Sie Anfragen und Termine je Kanal, sonst zahlen Sie für eine Statistik.
- Umbauen: Social-Media-Beiträge nach Plan, ohne klares ZielPausieren oder ausrichten: auf Mitarbeitergewinnung oder Bekanntheit, mit einer Zahl, an der Sie es messen. Regelmäßigkeit allein bringt keine Patienten.
- Prüfen: Anzeigen in Zeitungen oder StadtmagazinenPrüfen Sie, ob Sie eine einzige Anfrage darauf zurückführen können. Wenn nicht, ist das Budget in messbaren Kanälen meist besser angelegt.
- Umbauen: Viele kurze Leistungsseiten mit wenigen SätzenNicht löschen, zusammenführen: eine ausführliche Seite je Behandlung mit Ablauf, Kosten und Fragen. Kurze Seiten beantworten die KI-Übersichten inzwischen selbst.
- Prüfen: Premium-Profil auf einem ArztportalLohnt sich nur, wenn darüber Termine kommen. Zählen Sie die Buchungen der letzten sechs Monate und teilen Sie den Preis dadurch.
- Erst messen: Google- oder Meta-Anzeigen, ohne dass Anfragen gezählt werdenNicht abschalten, aber zuerst messen. Ohne Zahl je Kampagne wissen Sie nicht, welcher Euro Patienten bringt und welcher nicht.
- Prüfen: Ein neues Logo, obwohl Patienten das alte kennenMeist verzichtbar, solange das bestehende sauber und wiedererkennbar ist. Wirkung bringt eher ein einheitlicher Auftritt über Website, Profil und Praxisschild.
- Klären: Website oder Werbekonten laufen auf die Agentur, nicht auf die PraxisNicht sofort kündigen, aber klären, welche Zugänge und Daten Ihnen gehören. Sonst wird jeder spätere Wechsel teuer.
Welche Ihrer laufenden Maßnahmen weg können, zeigt die persönliche Auswertung im Kompass.
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Kostenlos und trotzdem wirksam:
- das Google-Unternehmensprofil und Bing Places vollständig pflegen, mit überall gleichen Angaben
- zufriedene Patienten persönlich um eine Bewertung bitten, mit QR-Karte am Empfang
- die Google Search Console einrichten und einmal im Quartal ansehen
- im Formular und am Telefon fragen: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“
Was macht billiges Marketing teuer?
Manche Einsparung kostet später mehr, als sie gebracht hat. Diese vier Fälle sind typisch:
- Antworten auf Bewertungen ohne Rücksicht auf die Schweigepflicht: Die hessische Datenschutzaufsicht verhängte gegen zwei Praxen Bußgelder von 3.700 und 3.300 Euro, weil sie in Antworten Diagnosen und Medikamente genannt hatten.
- Gekaufte oder belohnte Bewertungen: Sie verstoßen gegen das Wettbewerbsrecht und können abgemahnt werden. Mehr dazu im Beitrag Google-Rezensionen löschen.
- Tracking ohne Einwilligung: Schon der Aufruf einer Seite zu einer Behandlung kann ein Gesundheitsdatum sein. Wie es datenschutzfreundlich geht, zeigt die Leistung Tracking.
- Website und Werbekonten auf die Agentur: Gehören Zugänge und Daten nicht der Praxis, wird jeder spätere Wechsel teuer. Klären Sie das vor Vertragsbeginn.
Fazit und Ausblick
Praxismarketing kann wenige Hundert oder mehrere Tausend Euro im Monat kosten, je nach Ziel, Region und Umfang. Veröffentlichte Preise sind meist Startpreise und sagen allein wenig. Ob ein Angebot passt, zeigt eher die Frage, was ein neuer Patient Ihrer Praxis wert ist. Wer diese Zahl kennt, Ausgaben ohne Wirkung streicht und jede Anfrage einem Kanal zuordnen kann, setzt sein Budget mit Ruhe ein.
Was sich ändern dürfte: Das Budget verschiebt sich eher, als dass es sprunghaft wächst. Texte und Bilder entstehen heute schneller als früher. Umso mehr Gewicht bekommt, was nur Ihre Praxis mitbringt: Ihre Erfahrung, Ihr Team und das Vertrauen Ihrer Patienten. Neue Kanäle kommen hinzu, etwa Anzeigen in ChatGPT, die OpenAI derzeit testet (ChatGPT Ads).
Gleich bleibt die Frage, mit der dieser Artikel beginnt: Was darf ein neuer Patient kosten? Wer diese Zahl kennt, kann jeden neuen Kanal in Ruhe prüfen, statt jedem Trend zu folgen.
Achtung
Was diese Zahlen nicht leisten
Alle genannten Preise sind Startpreise, unsere wie die am Markt. Der verbindliche Preis steht im Angebot, wenn Ausgangslage, Wettbewerb und Umfang klar sind.
Der Preisspiegel ist eine Stichprobe veröffentlichter Preise, netto oder ohne Angabe zur Umsatzsteuer, und enthält keine Leistungsbeschreibungen. Gleiche Namen bedeuten nicht gleiche Leistung.
Die Musterrechnung arbeitet mit Beispielwerten. Die Klickpreise aus den USA dienen nur der Einordnung, für Deutschland gibt es keine aktuelle Studie.
Wo liegt bei Ihnen der größte Hebel, und was können Sie sich sparen? Der Kompass zeigt es in zwei Minuten.
Kompass startenLieber direkt sprechen? Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir Ihre Zahlen gemeinsam durch.
Häufige Fragen
Was kostet Praxismarketing im Monat?
Das hängt von Ziel, Region und Umfang ab. Als Orientierung: Ein Einstieg aus gepflegter Website, Google Ads und Tracking startet bei uns ab 1.650 € im Monat, dazu kommen das Werbebudget und einmalig ab 5.000 € für die Website. Veröffentlichte Preise am Markt beginnen teils deutlich darunter. Alle Angaben sind Startpreise, netto.
Wie viel Prozent vom Umsatz sollte eine Praxis für Marketing ausgeben?
Eine verlässliche Prozentregel für Praxen gibt es nicht, weil sie weder das Ziel noch den Wert eines Patienten berücksichtigt. Besser ist die Rechnung: Was ist ein neuer Patient wert, welcher Anteil davon darf ins Marketing fließen, und wie viele Patienten muss das Budget also bringen?
Was kostet SEO für Ärzte und Zahnärzte?
Veröffentlichte Preise am Markt beginnen bei rund 250 € im Monat, der Median liegt bei 600 €. Unsere Startpreise liegen je nach Wettbewerb und Umfang zwischen 1.200 € und 6.000 € im Monat. Weil Anbieter Unterschiedliches unter SEO verstehen, lohnt der Blick auf den Leistungsumfang.
Wie viel kostet eine Google-Ads-Kampagne für eine Praxis?
Es gibt zwei Posten: die Betreuung, bei uns ab 810 € im Monat, und das Werbebudget, das direkt an Google geht. Zum Start liegt es bei einer Einzelpraxis häufig bei 500 € bis 1.500 € im Monat. Wie viel nötig ist, hängt von Region, Fachrichtung und Wettbewerb ab.
Was kostet eine Website für eine Arzt- oder Zahnarztpraxis?
Veröffentlichte Einstiegspreise am Markt beginnen bei rund 350 €, der Median liegt bei rund 1.750 € einmalig. Hinter dem Wort Website steckt dabei Verschiedenes, vom Onepager bis zur Seite mit Terminbuchung und laufender Pflege. Eine Website mit Online-Terminbuchung, Barrierefreiheit, Hosting und Wartung startet bei uns ab 5.000 € einmalig und 520 € im Monat.
Lohnt sich eine eigene Marketingkraft statt einer Agentur?
Erst ab einer gewissen Größe. Eine Fachkraft für Marketingkommunikation verdient im Median 4.481 € brutto im Monat (Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit), mit Arbeitgeberanteil sind das rund 65.000 € im Jahr, ohne Werbebudget und Werkzeuge. Für eine Einzelpraxis ist eine Agentur deshalb oft die günstigere Wahl, für Praxisgruppen kann sich eine eigene Stelle rechnen.
Was kann eine Praxis kostenlos selbst machen?
Das Google-Unternehmensprofil und Bing Places pflegen, zufriedene Patienten persönlich um eine Bewertung bitten, die Google Search Console einrichten und im Formular fragen, wie Patienten auf die Praxis aufmerksam geworden sind.
Zur Person

Frank Randel · CEO + IT-Architektur
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